ASAM-Schulentwicklung

Schulentwicklungskonzept (pdf, 476 KB)

Ziele unserer Schulentwicklungsarbeit

Unsere Schulentwicklungsarbeit …

  • zielt darauf, die Qualität unserer Schule und des hier gehaltenen Unterricht zu sichern und zu steigern,
  • sie wird systematisch seit 2008 betrieben und ist langfristig angelegt,
  • führt inzwischen zu einer nachhaltigen Entwicklung des Asam-Gymnasiums als Institution der Schüler, Lehrer und Eltern,
  • begreift unsere Schulgemeinde als lernende Organisation
  • und misst sich daran, ob sie die Schulfamilie erreicht und v.a. den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler verbessert.

Haupthandlungsfelder

Unsere Hauptaufgabenfelder sind:

  • die konkrete Verbesserung des Unterrichts in allen Formen (Pflichtunterricht, Wahl- und Neigungsunterricht, Ersatzunterricht, Individuelle Förderangebote, Sprachkompetenztraining, Begabtenförderung),
  • die Verbesserung des Schulklimas v.a. durch ein Miteinander von Schülern, Eltern und Lehrern zu größeren Identifikation mit der Schule,
  • die Verbesserung von schulorganisatorischen Abläufen z.B. zur Vermeidung von Unterrichtsausfall, Erleichterung der Kontaktaufnahme, der Verbesserung der Schüler- und Lehrergesundheit.

Verfahren unserer Qualitätsentwicklung

Zur Qualitätsverbesserung verwenden wir als zentrales Verfahren den „Demingkreis zur kontinuierlichen Verbesserung“ (nach William Edwards Deming (1900-1993) Physiker, Statistiker). Gemeinsam wird der Entwicklungsprozess in den schulischen Gremien von den Fachschaften, dem Studienseminar, der Schülermitverantwortung (SMV), dem Schulelternbeirat (EB), dem Schulforum und in verschiedenen Untergruppen geplant (Formulierung von Zielen, Definieren von Beteiligten, Erstellen einer Zeitplanung, Darlegen von Abläufen, Sicherung von Mitteln), priorisiert, gemeinsam in Form von Handlungsvereinbarungen beschlossen, systematisch zunächst z.T. auch nur im kleineren Umfang durchgeführt und dokumentiert.

Anschließend werden die erreichten Ziele in verschiedenen Evaluationsverfahren von der mündlichen Rückmeldung über Fragebogen gestützte Verfahren bis zu umfangreicher angelegten Gesamtbefragungen aller Beteiligter (siehe Interne und Externe Evaluation) überprüft. Diese Rückmeldungen werden sorgfältig ausgewertet und bilden die Grundlage für Fortschreibungen (z.B. Umsetzung in größerem Umfang), Neuformulierungen und Neuansätze von schulischen Handlungsbereichen. Daraus entwickeln sich auch von der gesamten Schulgemeinschaft getragene grundlegende Standards.

Technisch werden also Daten erhoben, diese werden in einer Art Soll-Ist-Wert-Analyse verglichen, Verbesserungsbereiche werden identifiziert, Maßnahmen zur Verbesserung werden vereinbart und am Ende wird erneut gemessen.


Akteure

Die Schulgemeinschaft, ihre Gremien (Lehrerkollegium, SMV, EB, Schulforum) sowie die Schulleitung, die Fachschaften, das Studienseminar, die Fachseminare und Arbeitsgruppen formulieren fortlaufend erreichbare, spezifische Ziele, setzen sie um und überprüfen die erreichten Ergebnisse.


Interne und externe Evaluation

Am Asam-Gymnasium sind die interne und die externe Evaluation grundlegende Instrumente zur Messung des Schulentwicklungsfortschritts. Beide Verfahren gehören zusammen und ergänzen sich gegenseitig. Sie helfen, den Verbesserungsbedarf festzustellen und daraus Handlungsvereinbarungen abzuleiten.


Interne Evaluation

Bei der internen Evaluation von Schule geht es regelmäßig (nächster Termin 2016) um Qualitätserfassungen, die auf die Institution als Ganzes ausgerichtet sind und die das „institutionelle Lernen“ in den Vordergrund rücken. Wir erheben unter Schülern, Eltern, Lehrern in regelmäßigen Abständen in online-Befragungen Daten aus der Schulwirklichkeit, führen einen Soll-Ist-Vergleich durch und bereiten diese für nachfolgende Zielvereinbarungen und Umsetzungsmaßnahmen auf. Für die Qualitätsentwicklung unserer Schule ist es entscheidend, dass erzielte Resultate immer wieder überprüft, dokumentiert, interpretiert und transparent gemacht werden.


Externe Evaluation

Bei der externen Evaluation (zuletzt 2008) werden Maßstäbe von außen vorgegeben und die Evaluation wird von externen Evaluatoren durchgeführt. Sie untersuchen die Bedingungen, Prozesse und Ergebnisse der gesamten Schule. Die Erkenntnisse aus dieser Evaluation wurden in Form eines Evaluationsberichts an die Schule und die Schulaufsicht geschickt und sind die Grundlage für Zielvereinbarungen.


Schulentwicklungsthemen

Wir erleben einen lebendigen und aktiven Schulentwicklungsprozess. Die Übernahme von neuen pädagogisch-erzieherischen und unterrichtlichen Verfahren zur Unterrichtsqualität, die am Asam-Gymnasium als Seminarschule v.a. auch in der Lehrerbildung gezielt und verantwortungsbewusst erprobt werden, Individuelle Förderung, Sprachförderung und Begabtenförderung (z.B. Plus-Kurse, Wettbewerbsteilnahme, Frühstudium, Stipendien) sowie die systematische Fortbildung des Personals zielen auf den Kernbereich der Sicherung und Weiterentwicklung von Unterrichtsqualität.

Die Schüleraktivierung und das Schülerfeedback zu Verbesserung lernwirksamen Unterrichten, der Umgang mit Unterrichtsstörungen, die Selbstverantwortung von Schülern (z.B. „Klassenrat - Zeit für uns“ (Zfu) fördern die enge Einbindung und Mitverantwortung der Schülerinnen und Schüler für einen gelingenden Unterricht und den individuellen Lernfortschritt.

Fragen rund um die Inklusion, das Nutzen von externen Unterstützungssystemen und Kooperationspartnern (z.B. Schulaufsicht, Mobile Sonderpädagogische Dienste, Sozialbürgerhäuser, medizinische Facheinrichtungen, Jugendbeamte der Polizei) professionalisiert schulisch-erzieherische Unterstützungsarbeit.

Die Öffnung der Schule nach außen (z.B. Stadtteilarbeit, Hochschulen, Wirtschaft, Religionsgemeinschaften, Arbeitskreise, Beteiligung an Gesprächen mit der Stadtspitze bei Schulerweiterungsfragen), die Schulhausgestaltung, die Identitätsförderung durch gemeinsames Tun im Jahreskreis fördern einen fruchtbaren Austausch und innovative Gestaltungsfreude.

Das Schulleitungsteam präferiert ein verantwortliches, teamorientiertes, zielgerichtetes Führen im Rahmen der aktiven Prozessverantwortung. Systematische Fortbildung, Präsenz bei Kongressen, Tagungen und Schulentwicklungsveranstaltungen sowie kontinuierliche wechselseitige Information und Kommunikationskultur zur Unterstützung bei Veränderungsprozessen (z.B. in den Gremien und der Steuergruppe) sind unabdingbare Instrumente insbesondere auch für den Bereich der Organisationsentwicklung.

Die individuelle Schulentwicklungsarbeit wird von der Schulaufsicht begleitet (z.B. durch Handlungsvereinbarungen nach einer Externen Evaluation) und unterstützt.


Weitere Informationen
http://www.schulentwicklung.bayern.de/